Energiekonzept

Ökologie/Kennwerte:

KfW Effizienzhaus 40 EnEV 2009, dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Holzpelletheizung, 50m² Röhrenthermieanlage zur Brauchwassererwärmung und  Heizungsunterstützung.

Dämmung und hochmoderne Dreifachverglasung

Der weltweite zunehmende Bedarf an fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl und die Begrenztheit der Reserven führen zu einer stetigen Verteuerung auf dem Weltmarkt und damit auch zu ständig steigenden Heizkosten. Nicht selten machen die Nebenkosten einer Wohnung 30 bis 40 Prozent der Kaltmiete aus. Auch, wenn diese Kosten aus Sicht der Vermieter umgelegt werden können, achten mehr und mehr Mieter darauf, welche zusätzlichen Kosten, insbesondere für Heizung und Warmwasser, entstehen. Entscheidend sind am Ende die Gesamtkosten einer Wohnung bzw. der Wohnfläche.

Maßstab bei der Planung dieses Projekts waren nicht die Mindestanforderungen des Gesetzgebers sondern die Vorgaben der sogenannten Passivhaustechnik. Die so bezeichneten Gebäude haben einen minimalen Heizbedarf durch eine sehr gute Dämmung der Außenwände, eine hochmoderne dreifach Verglasung aller Fenster sowie einen stetigen und ausgewogenen Luftaustausch der Wohnräume.

Wärmetauscher und Pelletheizung

Über einen Wärmetauscher erwärmt die ausströmende warme Luft die einströmende Kaltluft mit einem Wirkungsgrad von ca. neunzig Prozent! Etwa ein Drittel der Jahres-Wärmeenergie für Heizung und Warmwasser werden zudem von einer thermischen Solaranlage in Verbindung mit zwei jeweils 3.000 Liter fassenden Pufferspeichern gedeckt. Die zusätzlich benötigte Wärme in den kälteren Monaten wird durch eine umweltfreundliche Holzpelletheizung gewonnen.

Der momentane Pelletpreis liegt ca.30% unter den Kosten von Gas oder Öl. Die Produktion von Holzpellets fördert auch die heimische Wirtschaft, schont die Reserven der noch vorhandenen fossilen Brennstoffe und macht damit die Gesamtenergieversorgung ein deutliches Stück weit unabhängiger von Importen fossiler Energieträger.

Die Menge von ca. zwei Kilogramm Pellets entspricht dem Energiegehalt von einem Liter Heizöl respektive einem Kubikmeter Erdgas. Das Pelletlager ist großzügig für etwa zehn Monate Bevorratung ausgelegt. So lässt sich der Vorteil günstiger Pellet-Einkaufpreise im Sommer einbeziehen.

Fotovoltaik- und Thermiksolarmodule

Die Dachflächen von Haus West und Ost sind mit der maximal möglichen Modul- bzw. Kollektorröhrenfläche belegt. Die Fotovoltaikmodule sind in einem Winkel von zehn Grad Neigung installiert; die Vakuumröhren sind parallel zur Dachfläche montiert, wobei die innenliegende Absorberfläche nach Süden ausgerichtet ist. Wir haben uns für die Hochleistungsmodule des Herstellers Sunpower entschieden. Die Anlage hat 40kWp und wird ca. 40000 Kilowattstunden pro Jahr erzielen.Ziel dieser Montageform ist ein hoher Gesamtenergieertrag, wobei die Anlage zeitgleich fast nicht sichtbar ist und somit die äußere Erscheinung des Gebäudes nicht negativ prägt.

Ca. 30 Prozent des Fotovoltaikstroms können als Eigenverbrauch direkt im Gebäude genutzt werden. Überschüssige Stromerzeugung wird in das öffentliche Netz eingespeist und vom Netzbetreiber vergütet. Sowohl die Fotovoltaikanlage zur Stromerzeugung wie auch die thermische Solaranlage zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung sind Eigentumbestandteil der Wohnungen. Jede Wohneinheit ist unabhängig von der Wohnfläche mit dem 21. Anteil der Fotovoltaikanlage mit 40kWp beteiligt. Also 1,9kWp.